„Ein Spiel mit Tiefe“
Marco Bode im Gespräch mit Stephan Karkowsky
Gewinnen wollen, aber trotzdem verlieren können: Konzentrationsfähigkeit und Fairness sollen Bremer Schülerinnen und Schüler beim Schachspiel lernen. Dafür setzt sich der ehemalige Fußballnationalspieler Marco Bode ein. Er hält Schach für ein „wunderbares Tool“.

Schach-Projekt an Bremer Grundschulen

70 Grundschulklassen haben sich in Bremen freiwillig zum Schach-Unterricht verpflichtet. Lehrerinen und Lehrer wollen eine Stunde pro Woche mit ihren Schülerinnen und Schülern vor dem Brett sitzen oder auch online Züge üben. Für die Initiative „Schach macht schlau“ setzt sich der ehemalige Fußballnationalspieler und heutiger Werder-Bremen-Aufsichtsrat, Marco Bode, ein.

„Uns geht es darum, alle Kinder zu erreichen und sie zu stärken in ihrer Bildungschance, in ihren schulischen Leistungen“, sagte Bode im Deutschlandfunk Kultur.

Schach sei ein „wunderbares Tool“, um den Unterricht zu unterstützen, ein „einfaches Spiel mit Tiefe“. Denn Schach fördere grundlegende Fähigkeiten. Aufmerksamkeit zum Beispiel oder Konzentration, außerdem die Fähigkeit, „gewinnen zu wollen, aber trotzdem verlieren zu können“.

„Wunderbare Möglichkeit Selbstvertrauen zu gewinnen“

Bode lobte die integrativen und inklusiven Aspekte des Schachspiels:

„Es ist ein Spiel, das überall auf der Welt bekannt ist. Insofern ist es auch für Kinder, die vielleicht mit noch geringen Deutschkenntnissen in den Unterricht kommen, eine wunderbare Möglichkeit Selbstvertrauen zu gewinnen.“

Marco Bode

Anders als beim Fußball oder anderen Sportarten würden beim Schach vermutlich weniger Kinder ausgegrenzt, meinte Bode. „Und das ist etwas, das sehr positiv ist.“

Das Pilotprojekt soll wissenschaftlich begleitet und im Hinblick auf die „erhofften Effekte“ ausgewertet werden.

(huc)

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Schach gilt nicht nur als Sport, Schach steigert die Aufmerksamkeit, die Konzentrationsfähigkeit und das Denkvermögen. Außerdem bildet regelmäßiges Schachspiel Denkstrukturen aus, dazu gehören logisches, räumliches und systematisches Denken. Davon sind auch die Mitglieder des Vereins „Das erste Buch“ und mittlerweile viele ältere und junge Menschen im Land Bremen inklusive Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan überzeugt.

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