Sind die Nordlichter schlauer?
Was Hamburg kann, können wir allemal, sagte man sich in Bremen.

In Hamburg gibt es den Wettkampf „Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer“, bei dem jedes Jahr etwa 3000 Schüler gegeneinander antreten. Heuer sogar vor dem Hamburger Rathaus, wobei auch der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher als „Gastschüler“ mitspielte. Freilich nicht als erster Politiker! Als 1988 der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker gegen ein Mädchen antrat und verlor, brach diesem großen Mann kein Zacken aus der Krone; vielmehr pries er das Alsteruferturnier als eine der sinnvollsten Veranstaltungen in seinem politischen Leben.

Was Hamburg kann, können wir allemal, sagte man sich in Bremen.

So spielten denn 2018 auf dem Bremer Rathausmarkt rund 1000 Kinder unter dem Slogan „Schach macht schlau“, und auf Initiative des Bremer Vorzeige-Fußballprofis und guten Schachspielers Marco Bode haben im Jahr 2020 über 3000 Grundschüler eine Stunde Schach pro Woche im regulären Unterricht. Ein Erfolgsprojekt – „Schlaues Bremen“! Heuer trotzten die Schüler auf dem Rathausmarkt sogar einem rechten „Schietwetter“, bevor dieser „Ameisenhaufen“ am Wochenende zu Jugendturnieren weiter ins Weserstadion zog, wo auch die zentrale BL-Endrunde stattfand. Mit welchem raffinierten Zug konnte dabei Vincent Keymer (SF Deizisau) als Weißer gegen Ravi Haria (Düsseldorfer SK) eine Gewinnstellung erlangen, obwohl das Einzugsfeld a8 des weißen Freibauern zuverlässig überdeckt schien?

Ein Erfolgsprojekt – „Schlaues Bremen“!

 HELMUT PFLEGER

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